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Mittwoch, 15. April 2015

Weniger Blüten im Schatten

Unsere Japanische Blütenkirsche ist verstorben. Mitte April trägt der Baum weder Blatt noch Blüte. Auch die Blütenskimmien sind nicht mehr so üppig bestückt, wie am Tag ihrer Einpflanzung vor einem Jahr:

Skimmie im März 2014
Obwohl die Pflanze "in ihrer Heimat im Schatten und Unterholz dichter Gebirgswälder gedeiht" (Quelle), zeigt sich deutlich, dass das Rautengewächs das Sonnenlicht vorzieht. Nach 12 Monaten im Schatten hat es nicht nur an Fülle verloren, auch die Knospen entwickelten sich fast ausschließlich auf der Seite, die noch Licht bekommt (rechts):
 
Skimmie im März 2015
Am schlimmsten hat es die größte Skimmie erwischt. Das ehrfürchtig als "Big Skimmy" getaufte Gehölz machte bei seinem Einzug in unseren Garten eine stattliche Figur! Einzig ein paar gelbliche Blätter versetzten mich damals in Sorge: 

Große Skimmie im März 2014
Gelb sind die Blätter inzwischen nicht mehr. Dafür sind es weitaus weniger geworden. Gleiches gilt für die Anzahl der Knospen. Zugenommen hat nur meine Sorge.

Große Skimmie im März 2015
Der Anblick macht mich jedes Mal furchtbar traurig. Trost finde ich allein in der Tatsache, dass die Pflanzen von ihrem Vorbesitzer vernichtet worden wären, hätten wir uns nicht ihrer angenommen.
Durch die Umsetzung änderten sich für die immergrünen Gewächse nicht nur Licht- und Bodenverhältnisse, auch sahen sie sich plötzlich mit Fressfeinden konfrontiert: Gierige Schnecken machen sich über junge Blatttriebe her und hinterlassen unschönen Lochfraß, der gleichwohl die gesunde Optik vereitelt.

Die einzige Pflanze, die - in direkter Nachbarschaft zu den Skimmien - jedes Jahr üppiger blüht, ist die Christrose. Ihr macht der Schatten tatsächlich nichts aus und auch der Lehmboden ist nach ihrem Geschmack.

Christrose im April

Dienstag, 27. Mai 2014

Der Wundertopf

In einem schwarzen 90 Liter Mörtelkübel fristet eine Kastanie ihr Dasein, für die wir seit Jahren keinen Platz im Garten finden. Mitte April fiel die Entscheidung, den kleinen Baum in andere Hände zu geben, um damit auch sein schmuckloses Behältnis endlich aus den Augen räumen zu können. Kaum war der Entschluss gefasst, machte uns ein Schönes Windröschen einen Strich durch die Rechnung. Neben dem jungen Stamm der Kastanie reckte sich die zarte Pflanze einsam in die Höhe und erfreute unsere Herzen derart, dass wir es nicht wagten ihren Lebensraum aufzulösen.


So blieb die Kastanie in ihrem Topf an Ort und Stelle. Nur der Grund dafür blieb nicht lange. Ende April war das Windröschen wie vom Winde verweht, aber wir hoffen auf seine Rückkehr im nächsten Frühjahr. Bis dahin überlegen wir uns einen anderen Platz für die Zwiebelpflanze. Die Kastanie hat die margeritenförmige Heldin vorerst retten können und damit auch den Weg für die nächste Entdeckung geebnet. Denn nur einen Monat nach dem Balkan-Windröschen, spross ein Farn aus derselben Erde.


Mit Spannung beobachten wir jetzt, was der Wundertopf noch für botanische Überraschungen für uns bereit hält.

Freitag, 25. April 2014

Unerhört

Die Natur macht viele Geräusche. In unserem Garten hört man das Zwitschern der Vögel, das Schnalzen der Eichhörnchen und das Summen der Bienen und Hummeln. Was man nicht hört, ist das gierige Schmatzen Letztgenannter, wenn sie sich am Nektar der Pflanzen laben. Aber wenn man genau hinschaut, kann man es sehen.

Steinhummel an Spanischem Hasenglöckchen

Die Steinhummel macht sich hier so gierig über das Spanische Hasenglöckchen her, dass der Pollenstaub rechts aus der Blüte schießt.

Donnerstag, 27. März 2014

Rettet die Bienen

Biene auf Skimmie

Nachdem die Krokusse verblüht sind, öffnen sich nun die Knospen der Blütenskimmien (Skimmia japonica 'Rubella'). Wir haben gleich mehrere der schattenverträglichen Gehölze in unserem Garten angesiedelt. Unser Beitrag, dem weltweiten Bienensterben durch Futterquellen entgegenzuwirken.

Montag, 24. März 2014

Der Buchsbaum blüht

Buchsbaumblüte

Wenn ein Buchsbaum mindestens 10 Jahre alt ist und nicht regelmäßig in Form geschnitten wurde, kann er auch blühen. (Quelle)

Donnerstag, 20. März 2014

Ein letzter Blick

Zur Erinnerung

Freitag, 7. März 2014

Blaue Sterne


Blaustern

In unserem Garten leuchten selbst tagsüber die Sterne. Zumindest die blauen. Hier ein Blaustern, der sich direkt neben einem Trittstein aus dem Erdreich kämpfte.

Montag, 22. Juli 2013

Alles Grün und Braun


Dieses Jahr wies unsere immergrüne Thuja zum ersten Mal eine Herbstfärbung auf - und das im Sommer. Kein gutes Zeichen. 
Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass uns ausgerechnet der Lebensbaum verstorben ist. Die Konifere war von stattlichem Wuchs, fast 10 Meter hoch und um die 30 Jahre alt. Ihre Gattung gilt grundsätzlich als sehr anspruchslos, kann über 100 Jahre alt werden und hat mit halbschattigen Standorten kein Problem. Warum sie so unerwartet ihr Leben aushauchte, können wir nur raten. Vielleicht ist sie einem zu trockenen Winter zum Opfer gefallen, der selbst ältere Exemplare dahinraffen kann (Quelle). Während wir im Sommer dank unserer Gartenpumpe die Pflanzen bei ausbleibendem Regen mit Grundwasser wässern können, wird die Natur im Winter sich selbst überlassen. Gemäß der Redensart: Nur die Harten kommen in den Garten.

Von der Gartenlaterne zum Grablicht
Im Hintergrund die tote Thuja

Sonntag, 21. Juli 2013

Wildkrautwächter

Stein beobachtet Melisse beim wachsen

Kein Grund so mürrisch zu gucken: Was da aus dem Boden sprießt ist eine Melisse (Melissa officinalis)! Reibt man ihre Blätter zwischen den Fingern, duften sie zitronig. Die Heil- und Gewürzpflanze trägt daher auch den Namen Zitronenmelisse und war 2006 Heilpflanze des Jahres. Sie versteht es sich selbst auszusäen. Die Ursprungspflanze steht einen Steinwurf weit entfernt und wird in ihrer Blütezeit (Juni bis August) gerne von Bienen besucht. Das brachte ihr den Titel "Bienenkraut" ein. Es ist kein Zufall, dass man Melissa aus dem Griechischen mit Biene übersetzt.