Freitag, 25. Juli 2014

Der Kleiber

Kleiber auf Lebensbaum (Thuja)
 
Obwohl der Kleiber (Sitta europaea) kein seltener Vogel ist, bekommen wir ihn kaum zu Gesicht. Er ist nämlich nicht nur klein und flink, sondern auch äußerst scheu und bleibt gern in Deckung. Die besten Chancen bieten sich einem, wenn man die Wassernixe im Auge behält, sobald man den Kleiber die Baumrinde der Thuja entlanglaufen hört. 
 
Devonshire Mermaid von Fiona Scott

Die steinerne Vogeltränke ist das Stammlokal des standorttreuen Vogels. Optisch steht er bei mir hoch im Kurs, weil er mich ein wenig an den Eisvogel erinnert, welcher mangels fischreicher Gewässer unseren Garten wohl nie beehren wird. Doch Dank unseres alten Baumbestandes konnten wir zumindest den Kleiber für uns gewinnen!
Er ernährt sich von Nüssen, Baumsamen, Spinnen und Insekten die er in der Rinde findet. Seine 5-9 Eier brütet er in einer Baumhöhle aus, deren Zugang er bis auf ein kleines Loch mit Lehm zuklebt (sog. "kleibern"). Das brachte ihm seinen Namen ein.

Bereits im März beginnt der Vogel mit dem Nestbau. Nistkästen werden bei Bedarf angepasst und der Eingang auf ca. 3,5 cm Durchmesser verkleinert. Im April folgt die Eiablage, im Juni werden die Jungen flügge. Gefahr droht dem Kleiber durch Falken, Sperber, Elstern und Eichelhäher. Als Standvogel bleibt er im Winter hier und erfreut uns somit das ganze Jahr über. - Vorausgesetzt, wir sehen ihn.

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