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Mittwoch, 22. April 2015

Die Murmelfee hat grüne Daumen

Neben dem Stamm unseres linken Apfelbaumes sitzt die Murmelfee. Diesen Namen trug sie nicht immer. Ursprünglich kam die Elfe als Vogeltränke in unseren Garten, doch es stellte sich heraus, dass das Gefäß nicht dicht hielt. Um der Haltung des geflügelten Mädchens dennoch einen Sinn zu geben, füllten wir ihre Schale mit bunten Glasmurmeln auf.

Murmelfee
Murmelfee (Juli 2013)
Die Jahreszeiten zogen ins Land. Die Elfe und ihre Murmeln verwitterten zusehends und eines Tages wie aus dem Nichts, im Juni 2014, war da plötzlich eine Pflanze inmitten der Glaskugeln gewachsen:

Pflanze

Neugierig hofften wir auf die Bildung von Blüten, um Anhaltspunkte für eine Bestimmung zu bekommen, doch es zeigten sich keine und über den Winter geriet die Sache in Vergessenheit.
Heute begutachtete ich das geheimnisvolle Gewächs erneut. Der Wuchs hatte sich verändert und irgendwie kamen mir die Blätter und ihre Anordnung jetzt bekannt vor.

Murmelfee
Murmelfee (April 2015)
Wo hatte ich so etwas kürzlich gesehen? An welche Pflanze erinnerte mich das? - Dann die Erleuchtung! Ich hatte am Freitag versucht, unseren Sommerflieder durch Stecklinge zu vermehren. Was ich da an halb verholzten Trieben aus dem kargen Busch geschnitten hatte, sah genauso aus.

Sommerflieder-Stecklinge
Stecklinge des Sommerflieders
Seit 2013 plante ich, den alten Schmetterlingsflieder zu vermehren, doch während ich nicht zu Potte kam, schritt die Murmelfee zur Tat. Und das praktisch ohne Erde und ohne Frostschutz im Winter. Wenn da keine Magie im Spiel ist, weiß ich auch nicht. So einfach scheint das Ziehen von Ablegern nämlich nicht zu sein. Zumindest sehen meine Stecklinge nicht alle so Erfolg versprechend aus, wie der ihre. Gut 40 cm ist der einjährige Sproß bereits hoch. Eine reife Leistung, die ich mit einer Handvoll Erde würdigte. Nur für den Fall, dass Murmeln allein nicht mehr reichen.

Glückliche Murmelfee
Glückliche Murmelfee

Freitag, 28. März 2014

Magischer Kreis

Feenkreis in der Abendsonne
"Leave room in your garden for the fairies to dance"
Der Legende nach entstehen an Orten, an denen das kleine Volk tanzt, Ringe aus Pilzen. Betritt ein Mensch diese Feenringe, wird er von dem Tanzreigen mitgerissen, und obgleich es ihm erscheinen mag, als tanze er erst Minuten, vergehen in Wahrheit Jahre. Die Zeit holt ihn ein, sobald er den Kreis verlässt. Tanzt der Mensch länger als er leben würde, zerfällt er nach Verlassen zu Staub. Es empfiehlt sich daher, die magischen Kreise unter keinen Umständen zu betreten - oder nie mehr zu verlassen.

In unserem Garten haben wir den Tanzplatz des kleinen Volkes im Schutz der alten Fichte eingerichtet. Zum einen, weil magische Wesen es nicht mögen, von Menschen beobachtet zu werden und zum anderen, damit niemand versehentlich hineintreten kann.

Weitere Bezeichnungen
  • Feenkreis
  • Hexenkreis
  • Hexenring
  • Fairy Ring
  • Fairy Circle
  • Elf Circle
  • Elf Ring
  • Pixie Ring