Posts mit dem Label waldbrettspiel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label waldbrettspiel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 24. Juli 2016

Waldbrettspiele

Ein alter Bekannter
Natürlich weiß ich, dass das diesjährige Waldbrettspiel nicht dasselbe ist, das bereits im letzten Jahr (und im Jahr davor) in unserem Garten flatterte, aber dennoch kann ich mich bei seinem Anblick nicht von dem Gefühl freimachen, einen alten Bekannten wiederzusehen.

Mit der Fotokamera im Anschlag, lauerte ich auch diesmal geduldig darauf, dass er seine Flügel öffnet. Und als hätte er mein Anliegen erfasst, flog er plötzlich zu mir und entsprach diesem Wunsch. Allerdings direkt auf dem Rücken meiner Hand, in der ich die Kamera hielt. Und so saß ich nur unbewegt da und nahm diesen Moment als persönliche Begrüßung des filigranen Falters an. Eine Art Handschlag nach den Möglichkeiten eines Schmetterlings.

Am Ende bekam ich mein begehrtes Open-Wings-Foto noch und konnte durch den Zustand der Flügel erneut ein Unterscheidungsmerkmal finden. Sehr nützlich, denn unser Waldbrettspiel ist 2016 nicht das einzige seiner Art im Garten.

Waldbrettspiel mit kleiner Macke am rechten Flügel

Sonntag, 24. Mai 2015

Erstes Waldbrettspiel des Jahres


Ein Waldbrettspiel der ersten Generation flatterte mir heute vor die Nase.

Samstag, 20. September 2014

Unser Waldbrettspiel

Waldbrettspiel
Nein, in diesem Eintrag geht es nicht um einen neuen Zeitvertreib in unserem Garten, sondern um einen Schmetterling. Während uns die farbenfrohen Tagfalter erst in der Blütezeit des Sommerflieders mit ihrer kurzen Anwesenheit beehren, sah ich das braune Waldbrettspiel (Pararge aegeria tircis) bereits Anfang Juli bei uns flattern. Zuerst hatte ich angenommen, es würde sich um verschiedene Schmetterlinge derselben Art handeln, doch seitdem der Falter einen beschädigten rechten Flügel hat, kann ich ihn tagtäglich als unser Waldbrettspiel identifizieren.

Waldbrettspiel auf Gießkanne
Die Edelfalter fliegen in zwei Generationen von Mitte April - Anfang Juni und von Juli - Mitte September. In der Zeit legen die Männchen ein ausgeprägtes Revierverhalten an den Tag. Sobald ein Artgenosse sich nähert, gehen sie zum Angriff über und verjagen den Rivalen. Der Kampf der Schmetterlinge kommt dabei wie ein Tanz daher. Ich habe ihn zuerst für ein Balzritual gehalten.

Ihre bevorzugten Sitzplätze sind sonnig und leicht erhöht, um die Gegend im Auge zu behalten (
Quelle). Unser Waldbrettspiel ruht gerne auf der blauen Gießkanne, dem grünen Laubrechen, oder auf dem Stamm der Birke, deren lichtes Blattwerk genug Sonne zu ihm durchlässt. Wenn ich den Falter mal am Boden sah, dann überwiegend auf einem Blatt sitzend. Das war auch das erste Motiv, welches sich mir im Juli bot. Damals noch mit intaktem Flügel:

Waldbrettspiel auf Blatt
Um ihn mit geöffneten Flügeln abzulichten, muss man entweder Glück oder Geduld haben, denn meist hält er sie zusammen. Weil er Blätter den Blüten vorzieht, nennt man ihn auch Laubfalter. In einem nahezu blütenlosen Garten ist er der einzig treue Schmetterling, über den wir uns regelmäßig freuen durften.