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| Hain- und Gartenbänderschnecke im Vergleich |
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| Hain-Bänderschnecke an Roter Johannisbeere |
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| Zwei Hain-Bänderschnecken im Rhododendron |
Von März bis Oktober sind die Bänderschnecken nachtaktive Tiere. Am Tag ruhen sie in Büschen und Sträuchern zum Schutz vor Austrocknung und Fressfeinden. Dabei sucht die Garten-Bänderschnecke häufiger den Wald und die Hain-Bänderschnecke lieber den Garten auf, was im Hinblick auf ihre Bezeichnungen irreführend ist. Zwischen November und Februar begeben sie sich in Kältestarre und leben von ihren Reserven (Quelle). Da diese knapp bemessen sind, sollte man die Gehäuseschnecken bis März keinesfalls stören, sonst riskiert man ihren Tod. Wenn sie nicht verhungern oder selbst zur Nahrung werden, können Garten-Bänderschnecken bis zu 5 Jahre alt werden. Hain-Bänderschnecken schaffen sogar 8 Jahre (Quelle). Die Eiablage findet im Frühjahr oder Sommer statt. Grundsätzlich können es bis zu 80 Eier pro Jahr und Tier werden. Allerdings nimmt die Population auf sauren Böden ab (Quelle), denn auch für die Produktion der Eier wird Kalk benötigt. Drei Wochen nach der Eiablage schlüpfen die Jungtiere und haben zum Aufbau ihres Gehäuses ebenfalls einen hohen Kalkbedarf. Mit dem Auslegen von abgekochten Eierschalen werde ich versuchen, die Schnirkelschnecken zu unterstützen. Eigentlich ist ein schattiger Garten mit schwerem, lehmhaltigen Boden und großzügigem Dickicht nämlich ein traumhaftes Habitat für Schnecken (Quelle). Auch leere Gehäuse verbleiben im Garten, da sie ebenfalls als Kalkquelle dienen können.
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| Leeres Haus einer kleinen Garten-Bänderschnecke |
Bänderschnecken richten im Garten keinen Schaden an (Quelle), wie es etwa die Spanische Wegschnecke tut. Die Weißmündige Bänderschnecke (cepaea hortensis) grast überwiegend Moos und Algen von Pflanzen und Steinen ab (Quelle), wie den Grünspan von unserer Steinbank. Der Speiseplan der Schwarzmündigen Bänderschnecke (cepaea nemoralis) ist etwas umfangreicher. Außer Algen und Pilzen nimmt sie vor allem verrottetes Pflanzenmaterial zu sich (Quelle). Sehr schön anhand dieses Schnappschusses zu sehen:
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| Hain-Bänderschnecke auf Stockrosenblatt |
Beide Bänderschnecken sind ein wichtiger Bestandteil eines intakten Gartenökosystems (Quelle). Auf der einen Seite beschert uns ihr wertvoller Humus nahrhaften Gartenboden, auf der anderen Seite sind sie selbst wertvolle Nahrung. Neben Erdkröten, Igeln und Spitzmäusen brauchen vor allem Singvögel die Schneckenhäuser als Kalziumquelle für ihre Eierschalen und Knochen. Ein Rückgang der Gehäuseschnecken hätte somit auch negative Auswirkungen auf den Bruterfolg (Quelle).
Ein gesunder Garten braucht Schnecken. Solange Flora und Fauna im Gleichgewicht sind, ist es ein Geben und Nehmen, ein Fressen und Gefressen werden, mit Sinn und Zweck, in das der Mensch nicht eingreifen sollte.
Quellen





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