Mittwoch, 29. Juli 2015

Roter Gitterling

Rote Gitterling
Rote Gitterling (Clathrus ruber)
Gestern lugte er bereits aus dem Hexenei hervor, heute steht er in voller Pracht am Fuße unserer Bambushecke: Der Rote Gitterling (Clathrus ruber). Er gehört zur Familie der Stinkmorcheln und riecht leider entsprechend. Der Gestank lockt aasliebende Insekten an. Neben ein paar gierigen Asseln sind das vor allem Fliegen, die es auf die dunkle Fruchtmasse im Inneren des roten Gitterkonstrukts abgesehen haben. Die darin enthaltenen Sporen werden von den Tieren unverdaut ausgeschieden und gelangen so an neue Standorte (Endozoochorie).

Rote Gitterling mit Fliege

Für den Menschen ist der Rote Gitterling ungenießbar. Er selbst ernährt sich von totem, organischen Material und kommt innerhalb Europas vor allem im Mittelmeerraum vor. In Deutschland ist er (noch) sehr selten. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e. V. hat den Roten Gitterling zum Pilz des Jahres 2011 erklärt und versucht sich ein Bild über seine Ausbreitung zu machen. Dabei setzt der Verein auf Fundmeldungen aus der Bevölkerung. Wir kamen dem Aufruf nach.

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